Burnout in der Familie

Zu viel Stress macht krank!
Stress im Job, ein großer Haushalt, pubertierende Kinder. Manchmal wird die tägliche Belastung für Mütter und Väter einfach zu groß. Dann beginnen Seele und Körper zu streiken, erste Zipperlein und mentale Durststrecken setzen ein. Über diese ersten Warnhinweise hinwegzugehen, kann ein großer Fehler sein: Zu oft landen mehrfach belastete und dauergestresste Frauen und Männer im Burnout. Das muss nicht sein.

Das Burnout-Syndrom wurde ursprünglich als typische Manager- Krankheit bezeichnet, und man vermutete, dass die hohe Verantwortung an der Dauerüberlastung schuld sei. Mittlerweile sind aber auch viele Eltern, ja sogar Jugendliche und Kinder von dieser Krankheit betroffen. Besonders Mütter und Väter von Jugendlichen, die sich oft zwischen Job und der jetzt manchmal stressigen Familiensituation aufreiben und in allen Bereichen 100% geben wollen, leiden zunehmend unter Erschöpfungszuständen, oft auch unter einem manifestem Burnout.

Typische Symptome eines Burnout-Syndroms:
häufige Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit
Appetit- und Gewichtsverlust, Herzrhythmusstörungen
Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit, Antriebsverlust, sozialer Rückzug
Libidoverlust (keine Lust auf Sexualität)
Verlust des Selbstvertrauens
mangelndes Interesse an anderen Menschen, Hobbys oder Ereignissen
keine Freude am Leben
starke Selbstzweifel, Unzufriedenheit mit sich und der eigenen Arbeit
Angstzustände, Panikattacken
Gefühle von innerer Leere, Überforderung und totaler Erschöpfung

Reden Sie offen über Ihre Probleme!
Fressen Sie Kummer, Ärger und Sorgen nicht in sich hinein, das ist auf Dauer belastend und gefährdet Ihre psychische Gesundheit. Wenn Ihre Angehörigen und Freunde wissen, wie es Ihnen geht, können diese Ihnen besser helfen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Bedürfnisse ernst nehmen und für Entlastung sorgen.


Burnout am Arbeitsplatz

Ein Burnout ist die totale körperliche und emotionale Erschöpfung aufgrund beruflicher und/oder privater Überlastung.
Das Risiko, an einem Burnout zu leiden, wird durch die Tatsache erhöht, dass dieser sich besonders heimtückisch entwickelt. Langsam und zunächst kaum spürbar schleicht sich das Syndrom regelrecht an. Gestresst, gereizt, lustlos, müde, erschöpft – das alles ist noch kein Burnout oder ausgebrannt sein. Stress gibt es schließlich immer bei der Arbeit und von Therapie oder Behandlung ist keine Rede. Noch nicht. Bis es ab einem bestimmten Punkt zu viel wird.

Häufige Burnout-Anzeichen in dieser Phase sind:
Hörsturz, Schwindelanfälle, Kraft- Energielos, Magen-Darmbeschwerden, häufiger krank
Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Konzentrationsprobleme, Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Aggressionen,
vernachlässigen zunehmend privater Aufgaben, Antriebsschwäche, innere Leere, Phobien und Panikattacken, Depression, Angst
nur noch schlafen – am liebsten den ganzen Tag
Sichtbare Verhaltensänderung, Gleichgültigkeit und Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Existenzängste, Völlige Erschöpfung, bis zu Suizidgedanken

In der Partnerschaft kommt es zum Beziehungs-Burnout, abnehmenden sozialen Kontakten und Freundschaften, Zunehmende Vereinsamung

 


Therapie
Wie genau die Therapie und Behandlung bei einem akuten oder kurz bevorstehenden Burnout aussieht, lässt sich nicht allgemein sagen. Eine solche Behandlung muss immer individuell angepasst werden, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Besonders erfolgreich und vielversprechend ist dabei die Psychotherapie mit Entspannungsmethoden, die vielen Betroffenen helfen kann.
Das Ziel dabei ist es, dem Betroffenen ein neues und gestärktes Selbstbewusstsein zu vermitteln; dabei zu helfen, die negativen Gedanken frühzeitig zu unterbinden oder richtig damit umzugehen.
Die Therapie hilft dabei, mit dem alltäglichen Stress besser umzugehen – wofür allerdings oft eine Änderung der eigenen Gewohnheiten nötig ist. Das eigene Verhalten wird also hinterfragt, reflektiert und im besten Fall abgeändert, um in zukünftigen Situationen anders zu reagieren.


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